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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Das Grünflächenamt bekämpft auch 2019 den Eichenprozessionsspinner aus Gründen der Gesundheitsvorsorge.

Experten schätzen das Risiko für Menschen, eine Gesundheitsbeeinträchtigung beim Kontakt mit den Haaren der Raupe zu erleiden, als sehr hoch ein. Denn insbesondere die Brennhaare führen zu unangenehmen Reizungen der Haut, beim Einatmen auch der oberen Atemwege und im Extremfall bis zum allergischen Schock.

In Kürze werden die Raupen das dritte Larvenstadium erlangen, in dem sie die gefährlichen Brennhaare entwickeln. Genau das wird durch das biologische Präparat Dipel ES bei rechtzeitiger Anwendung verhindert. Seine wirksame Substanz ist der „Bazillus thuringiensis“, der seit über 30 Jahren in Deutschland auch zur großflächigen Schnakenbekämpfung in der Rheinebene erfolgreich eingesetzt wird und im Erdboden natürlich vorkommt. Schädliche Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit von Mensch und Tier und den übrigen Naturhaushalt sind nicht bekannt.

Am Dienstag, den 30. April wird bei günstiger Witterung der Hubschrauber eines Spezialunternehmens unter anderem die beiden Waldfriedhöfe in Goldstein und Oberrad überfliegen, um die Eichenkronen mit Dipel ES zu besprühen. Bei anhaltenden Niederschlägen muss der Einsatz allerdings unterbrochen bzw. aufgeschoben werden. Als Ersatztermin ist Freitag, der 3. Mai vorgesehen.

Die beiden Friedhöfe werden sicherheitshalber ganztägig gesperrt, damit niemand mit dem Sprühnebel in Berührung kommt. Diese Sperrungen sind unbedingt zu beachten. Ein Kontakt mit dem Sprühnebel ist zwar ungefährlich, der Eindruck eines niedrig fliegenden Hubschraubers wird jedoch meist als unangenehm empfunden und das Spritzmittel kann unter Umständen bräunlich klebrige Spuren hinterlassen.

In den kommenden Wochen werden auf allen anderen Friedhöfen die Nester der Eichenprozessionsspinner vom Boden aus mit Lanzen besprüht. Aufgrund des engen Zeitfensters für die Maßnahmen muss das Besprühen möglicherweise auch samstags durchgeführt werden.

Auf keinen Fall dürfen die Nester selbst beseitigt werden. Der Kontakt mit den Raupen oder den Nestern ist unbedingt zu vermeiden.

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