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Autor: Birgit Mohr

Fechenheim: Neue Nutzung des alten Totenhauses

Das alte Totenhaus des Fechenheimer Friedhofs wurde renoviert, um einem regionalen Kulturprojekt Raum zu bieten. Der ortsansässige Verein für Kunst, Kultur und Bildung POLYMER FM hat hier eine Stätte zum Thema Tod und Friedhof sowie zum Gedenken an verdiente Fechenheimer Persönlichkeiten und ihr Wirken eingerichtet. Darüber hinaus sollen kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen angeboten werden.

Das Gebäude aus dem Jahr 1846 stand lange Zeit leer und war dementsprechend marode. Um die alte Leichenhalle für kulturelle Begegnungen nutzen zu können, waren Sanierungsarbeiten sowohl im Innen- als auch im Außenbereich notwendig. Dazu trug der Verein selbst erheblich bei und hatte zudem Unterstützung durch das Grünflächen-amt, welches auch einen Teil der Kosten getragen hat. Außerdem förderte der Ortsbeirat 11 das Projekt durch Mittel aus seinem Budget.

Die Renovierung ist nunmehr abgeschlossen. Am 17. Juni startet die Ausstellungsreihe IN MEMORIAM. Diese kann donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr besucht werden.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Das Grünflächenamt bekämpft auch 2021 den Eichenprozessionsspinner aus Gründen der Gesundheitsvorsorge. Da auf den Waldfriedhöfen in Oberrad und in Goldstein viele Eichen stehen, kommt hier ein Hubschrauber zum Einsatz, der die Bäume mit dem Mittel Dipel ES besprüht.

Experten schätzen das Risiko für Menschen, eine Gesundheitsbeeinträchtigung beim Kontakt mit den Haaren der Raupe zu erleiden, als sehr hoch ein. Denn insbesondere die Brennhaare führen zu unangenehmen Reizungen der Haut, beim Einatmen auch der oberen Atemwege und im Extremfall bis zum allergischen Schock.

In Kürze werden die Raupen das dritte Larvenstadium erlangen, in dem sie die gefährlichen Brennhaare entwickeln. Genau das wird durch das biologische Präparat Dipel ES bei rechtzeitiger Anwendung verhindert. Seine wirksame Substanz ist der „Bazillus thuringiensis“, der seit über 30 Jahren in Deutschland auch zur großflächigen Schnakenbekämpfung in der Rheinebene erfolgreich eingesetzt wird und im Erdboden natürlich vorkommt. Schädliche Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit von Mensch und Tier und den übrigen Naturhaushalt sind nicht bekannt.

In den kommenden Wochen werden auf den Friedhöfen die Nester der Eichenprozessionsspinner abgesaugt.

Auf keinen Fall dürfen die Nester selbst beseitigt werden. Der Kontakt mit den Raupen oder den Nestern ist unbedingt zu vermeiden.

Verkleinerung des Hauptfriedhofs

Der neue Jüdische Friedhof, der im Nordwesten an den kommunalen Hauptfriedhof angrenzt, benötigt mehr Platz. Da andererseits auf dem Hauptfriedhof der Bedarf an Bestattungsfläche rückläufig ist, wird zum 1. Juli ein Teilstück des Friedhofs an die jüdische Gemeinde abgetreten. Es handelt sich um ca. 1 Hektar der Gewanne XXVII , XXVIII und XXXI.

Damit ändert sich die Einfriedung des Hauptfriedhofs. Es ist geplant, an der neuen Grenze zwischen den beiden Friedhöfen einen Zaun zu errichten.

Von der Änderung betroffen ist auch das Drehtor am Marbachweg, Höhe Sozial-
zentrum. Derzeit wird geprüft, ob das Tor ersatzlos wegfällt. Der nächstgelegene Ein- bzw. Ausgang befindet sich am Marbachweg/Ecke Gießener Straße.

Neues Grabfeld für Nicht-Bestattungspflichtige

Im Gewann C des Hauptfriedhofs entsteht eine neue Gemeinschaftsgrabstätte für Kinder, die mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm oder vor der 24. Schwanger-
schaftswoche tot geboren wurden.

Bereits im Jahr 2002 wurden nicht-bestattungspflichtige Kinder in der Gemeinschafts-
grabstätte “Ein Hauch von Leben” im Gewann an der Mauer beigesetzt. Hier ist die Kapazität mittlerweile fast erschöpft, sodass das Grünflächenamt entschieden hat, ein neues Grabfeld anzulegen.

Auch diese Grabstätte ist für tot geborene Frühchen jeglicher religiöser und ethnischer Herkunft gedacht. Vierteljährlich werden die Kinder in einem Gemeinschaftssarg zur Ruhe gebettet.

Die neue Grabstätte ist in zwei Bereiche in der Form von Blättern unterteilt. Diese symbolisieren die Vergänglichkeit des Lebens, den Kreislauf der Natur von der Entstehung bis zum Vergehen. Die beiden Felder werden mit Stauden und Gräsern bepflanzt.

Die Grabstätte wird von städtischen Auszubildenden für den Garten- und Land-
schaftsbau angelegt.

Mauersanierung in Rödelheim

Die östliche Einfriedung des Friedhofs Rödelheim zur Straße Langer Weg ist dringend sanierungsbedürftig. Das Grünflächenamt hat deshalb eine Fachfirma damit beauftragt, die Mauer schrittweise instand zu setzen.

Die Baumaßnahmen führen leider zu erheblichen Beeinträchtigungen in diesem Bereich.

Da sich Art und Umfang der einzelnen Maßnahmen erst bei der genauen Untersuchung der verschiedenen Mauerelemente zeigen, ist noch nicht abzusehen, wann die Sanierung abgeschlossen sein wird.

Sanierung am Jüdischen Friedhof

Auf dem Jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße sind umfangreichen Arbeiten notwendig. Viele der alten Grabsteine haben sich im Laufe der Zeit gelockert und sind nicht mehr standsicher. Lockere Grabmale sind mit Aufklebern oder Absperrband markiert. Dies dient der Sicherheit, deshalb entfernen Sie die Markierungen bitte nicht.

Im letzten Jahr wurden bereits einige Grabmale überarbeitet. Vom 14. Juni 2021 bis voraussichtlich im November dieses Jahres wird die Sanierung der losen Grabsteine fortgesetzt.

Bauarbeiten auf dem Hauptfriedhof

Im Mai 2019 haben die Bauarbeiten für ein neues Betriebsgebäude auf dem Frankfurter Hauptfriedhof mit dem Abriss der alten Bausubstanz aus den 1950er Jahren begonnen.

Einige vorbereitende Arbeiten wurden bereits seit Februar 2019 durchgeführt. Um ausreichend Platz für die Baufahrzeuge zu schaffen, mussten einige Bäume gefällt und mehrere Sträucher gerodet werden. Als Ersatz werden nach dem Ende der Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe zum neuen Gebäude vier neue Bäume sowie Sträucher und Bodendecker gepflanzt. Fünf weitere neue Bäume kommen an anderer Stelle auf dem Gelände des Hauptfriedhofs noch hinzu.

Das WC steht bis auf Weiteres nicht mehr zur Verfügung. Für die Friedhofsbesucher*innen wird eine neue barrierefreie öffentliche Toilettenanlage eingerichtet.

Das neue Gebäude bietet den Arbeitsschutzrichtlinien entsprechende Bedingungen für die derzeit 57 Friedhofsmitarbeiter*innen bezüglich der Aufenthaltsqualität, der Sanitäreinrichtungen und der Betriebserfordernisse wie Lagerflächen und Abstellplätze für Baumaschinen. Außerdem wird ein barrierefreies öffentliches WC eingerichtet.

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